Neusäß In der Vorrunde des Mathematikwettbewerbs Pangea traten 14 Schüler des Justus-von-Liebig-Gymnasiums in Neusäß an. Zeitgleich mit über 10 000 Schülern der Klassen vier bis sieben aus der Bundesrepublik testeten sie 75 Minuten lang ihre mathematischen Kenntnisse an kniffligen Aufgaben

Vom Neusässer Gymnasium schafften dies Anna Heynck (6. Klasse), Ilja Velikan und Robert Michaelis (7. Klasse). Sie beantworteten die Aufgaben so gut, dass sie in ihrer Jahrgangsstufe unter die 27 Besten aus ganz Deutschland kamen und zum Finale nach Berlin eingeladen wurden.

Mit ihren Eltern, Carlette Sandu als betreuender Lehrkraft und dem Schulleiter Ernst Weidl fuhren sie in die Bundeshauptstadt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit mussten die Finalisten in einer Vorausscheidung zunächst in 45 Minuten komplexe Aufgaben schriftlich bearbeiten. Die acht besten jeder Klassenstufe kamen danach zu ihrem Auftritt auf der Bühne vor etwa 1000 mitfiebernden Zuschauern.

 

Mit Ilja Velikan gelang erneut einem Liebig-Schüler der Sprung aufs Siegertreppchen. Er belegte bei den Siebtklässlern Platz zwei und erhielt neben einer Medaille wertvolle Sachpreise. Alle teilnehmenden Schüler durften sich über Geschenke freuen.

Das Rahmenprogramm begeisterte die Finalisten nicht weniger als der Wettbewerb: eine Zaubershow vom Lehrer des Jahres, Winfried Sturm, und ein Vortrag des Berliner Mathematik-Professors Konrad Polthier, der den staunenden Anwesenden zeigte, was Mathe alles kann: 3-D-Weihnachtsbaum-Bilder erschaffen oder auch virtuelle Monster herstellen wie im Film „Der Herr der Ringe“. Außerdem brachte Prof. Dr. Beutelspacher (Gründer des interaktiven Mathematikmuseums in Gießen) beeindruckende und spannende Beispiele seiner Arbeit - nicht nur mit Worten, sondern auch zum Anschauen und Nachmachen. Die Siebtklässler Ilja und Robert sind traurig, dass sie im nächsten Jahr aus „Altersgründen“ nicht mehr dabei sein dürfen.